Zum ersten Mal mit dem Wohnmobil unterwegs...

Mit welchen Führerschein kann ich ein Wohnmobil fahren?

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Prüfe zuerst, ob Du das Wohnmobil fahren darfst!
Alte Führerscheine der Klasse 3 beziehungsweise später umgeschriebene B- und C1-Klassen erlauben das Führen von Fahrzeugen bis 7,5 t. Dagegen gilt der neue Führerschein der Klasse B bzw EU Führerschein Klasse III nur für Fahrzeuge bis zu einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t.

Brauche ich ein Fahrtraining?

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Lerne das Wohnmobil vor der ersten großen Fahrt kennen!


Die erste Fahrt mit einem Wohnmobil ist immer auch ein kleines Abenteuer. Vor allen das korrekte Einschätzen der Fahrzeugmaße und das Rangieren bereiten Anfangs Schwierigkeiten. Deshalb ist es ratsam, die ersten Testrunden nicht direkt im dichten Stadtverkehr zu drehen, sondern besser auf einem ruhigen Parkplatz zu üben.


Ganz wichtig dabei – diese Fahrt sollte immer mit einem voll beladenen Wohnmobil erfolgen. Ein reisefertiges Fahrzeug zeigt ein ganz anderes Fahrverhalten als ein leeres mit weniger Gewicht. Hindernisse sind aufgrund der Größe der Modelle schwerer einsehbar, du habst einen größeren Kurvenradius und auch das Bremsverhalten entspricht nicht dem eines PKWs.

 Was ist bei der Übergabe zu beachten?

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Die Übergabe und Einweisung des Wohnmobils nimmt Zeit in Anspruch. Plane an diesem Tag am besten keine größere Strecke ein. 
Wir erklären dir das Wohnmobil bei der Übergabe genau und zeigen dir alle wichtigen Dinge wie z.B.: 
 

  • Wo liegen die Absperrhähne für die Gasleitung?
  • Wie funktionieren die Frischwassertanks und die Befüllung?
  • Wo und wie entsorgst du das Ab- und Schmutzwasser aus dem Tank?
  • Wie funktioniert die Gas,- Wasser- und Stromversorgung im Wohnmobil?
  • Wie kontrollierst du das Motoröl, Scheibenwaschwasser?
  • Wo befinden sich Reserverad, Wagenheber, Warndreieck, Verbandskasten?
  • Wo befinden sich die Betriebsanleitungen?

 Außerdem Kontrollieren wir zusammen den Innenraum auf Funktion, Beschädigungen, Vollzähligkeit des Inventars und dokumentieren es im Übergabeprotokoll.

 Wie belade ich das Wohnmobil richtig?

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Ein besonders wichtiger Punkt bei der Reise mit dem Wohnmobil ist die Zuladung.
Neben deinen üblichen Reisegepäck kommen auch gewichtige Tanks für Frischwasser, Abwasser und Kraftstoff sowie Gasflaschen mit an Bord. Das Gewicht der Zuladung summiert sich also sehr schnell. Achte beim Beladen auf einen tiefliegenden Schwerpunkt, das stabilisiert und erleichtert das Fahren. Für die Zuladung bedeutet dies: schwere Ladung immer unten, am besten in Achsnähe lagern. Das leichte Gepäck kannst du problemlos unter dem Dach verstauen. Denk auch an das Gewicht des Zukaufs während der Tour. 
Wichtig! Übertreibe es nicht mit den Packkünsten: Weniger Gewicht spart nicht nur Sprit, sondern bewahrt auch vor saftigen Geldbußen. Übergewicht kann in Österreich bis zu 2.180 Euro kosten, in Schweden bis zu 4.000 Kronen.

Mit welchen Kosten muss ich rechnen?

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Neben der Miete und Versicherung können weitere Kosten während der Reise anfallen. Bereits vor der Reise solltest du eine realistische Kostenplanung vornehmen und dich über mögliche Preise und Gebühren informieren:
 

  • Wie hoch ist der Verbrauch des Wohnmobils und was wird für die geplante Strecke das Tanken kosten?
  • Ist das Gas im Mietpreis enthalten oder muss zusätzlich eine Gasflasche besorgt werden?
  • Wie hoch sind die Preise der Camping- und Stellplätze?
  • Was kostet u.U. das Auffüllen des Frischwassertanks?
  • Was fallen für das entleeren des Abwassertanks für Gebühren an?
  • Ist an den Stellplätzen ein Stromanschluss vorhanden und fallen dafür Gebühren oder Verbrauchskosten an?
  • Was wird unterwegs noch an Verpflegung gekauft?
  • Gibt es auf der Route Mautstraßen, Fährkosten o.ä.?

Was sollte im Reisegepäck nicht fehlen?

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Was auf deiner Wohnmobilreise unbedingt mit dabei sein sollte:
 

  • Ein CEE Stromkabel, ein Adapter und eine Kabeltrommel gehören in jedes Camper-Gepäck, sonst gibt es auf dem Campingplatz kein Strom.
  • Geschirr und Besteck falls nicht inklusive, idealerweise aus Hartplastik, sollten mit eingepackt werden. So klappert nix in der Schränken.
  • Nützlich ist auch ein zusammenklappbarer Wäschständer oder Wäscheleinen. Auf den Campingplätzen gibt es in der Regel Waschmaschinen mit Münzgerät. 
  • Campingstühle und ein Klapptisch sorgen für gemütliche Stunden im Freien.
  • Eine Thermomatte für die Windschutzscheibe schützt das Armaturenbrett vor der Sonne.
  • Wie auch beim Zeltcamping gehören Taschenlampe, Batterien, evtl. eine Powerbank, Taschenmesser, Regenschirm usw. mit ins Gepäck.
  • Desinfektionsspray: Als Camper hälst du dich vor allem an öffentlichen Plätzen auf. Ein regelmäßiges Desinfizieren und Händewaschen beugt vielen Reisekrankheiten vor.

 Zusätzlich zum Navi sollten auch immer aktuelle Straßenkarten mit dabei sein. Gerade in entlegenen Gegenden ist die GPS-Ortung nicht immer zuverlässig.

Was muss ich unterwegs noch beachten?

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Sicher reisen mit dem Wohnmobil


Für die erste Reise mit einem Wohnmobil ist eine Tour im Heimatland sinnvoll. Hier ist man mit den Verkehrsregeln und dem “Schilderwald“ vertraut. Wer sich für eine Auslandsreise entscheidet, sollte jedoch auch die fremden Verkehrsregeln beherrschen.

Übernachte mit dem Wohnmobil möglichst auf gesicherten Camping- oder Wohnmobilstellplätzen. Vermeide es auf Parkplätzen oder Raststätten direkt an der Autobahn zu übernachten. Falls du dennoch an der Straße eine Schlafpause einlegst, halte Türen und Fenster geschlossen – der Sicherheitslüftungsschlitz an der Dachluke bietet ausreichend Luftversorgung. Tipp: Die Camper-Türen können von innen mit einem Spanngurt, der durch Haltegriffe oder Armlehnen gezogen wird, gegen Öffnen von außen gesichert werden.
Halte den Zündschlüssel außerhalb von gesicherten Camping- und Stellplätzen immer griffbereit. Parke das Fahrzeug so, dass du im Notfall ohne Rangieren sofort abfahren kannst. Halte auch stets die Notrufnummer der Polizei im jeweiligen Land bereit.

Noch ein Tipp: Notiere dir gut sichtbar die Maße des Wohnmobils. So gibt es keine bösen Überraschungen bei Tunneln oder Brücken.

Campingmöglichkeiten und Wildcamping

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In Deutschland und der EU ist das Übernachten in der freien Natur nicht einheitlich geregelt. In Deutschland z.B. ist das Wildcampen nicht gestattet, vor allen in Naturschutzgebieten, Biosphärenreservaten u.ä. sogar streng verboten. 
Auch gibt es Unterschiede zwischen speziell für Wohnmobile eingerichtete Stellplätze und Campingplätze. Informiere dich am besten vor Antritt der Reise über Möglichkeiten, Vorschriften, Verbote, Sonderregelungen usw. zum Thema Wildcampen, Camping in der entsprechenden Zielregion.

Was ist bei der Rückgabe von dem Wohnmobil zu beachten?

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  • Frischwasser ablassen
  • Fahrzeug innen reinigen - Keine Scheuermilch verwenden
  • Abwassertank entleeren
  • Toilette ordentlich säubern und Kassette leeren und nicht mehr befüllen
  • Fahrzeug voll tanken ( Diesel/ AdBlue )
  • Fahrzeug abkärchern oder per Hand waschen


Tipp:
Eine gute Möglichkeit einen geeigneten Campingplatz in Europa zu finden ist die Website  http://www.camping.info


Wer lieber in ländlicher, familiärer Idylle seinen Campingurlaub verbringen möchte sollte einen Blick auf den Stellplatzführer von Landvergnügen werfen.
Mit Landvergnügen entdeckst du über 850 idyllische Reiseziele für Wohnmobil, Wohnwagen oder Campingbus.
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Die Landvergnügen-Jahresvignette (dem Stellplatzführer beiliegend) ermöglicht dir für jeweils 24 Stunden kostenfrei in ruhiger und naturnaher Atmosphäre zu stehen.